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ePA-Pflicht für Psychotherapeuten: Was ab Oktober 2025 gilt

ePA-Pflicht für Psychotherapeuten: Was ab Oktober 2025 gilt

10.03.2026·2 Min. Lesezeit

ePA-Pflicht für Psychotherapeuten: Was ab Oktober 2025 gilt

Seit dem 15. Oktober 2025 gilt: Alle an der GKV teilnehmenden Leistungserbringer müssen ePA-fähig sein. Das betrifft auch psychologische und ärztliche Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichentherapeuten.

Aber was heißt das konkret? Und was droht, wenn du nicht rechtzeitig reagiert hast?

Was bedeutet ePA-fähig?

ePA-fähig zu sein bedeutet nicht, dass du aktiv Dokumente in die elektronische Patientenakte einstellen musst. Die Pflicht besteht darin, dass deine Praxis technisch und organisatorisch in der Lage ist, mit der ePA zu arbeiten.

Konkret heißt das:

Welche Sanktionen drohen?

Das Gesetz sieht zwei Sanktionsmechanismen vor:

Honorarkürzung: Bei fehlender TI-Anbindung kann die KV bis zu 2,5 % des Honorars einbehalten (§ 341 SGB V). Das ist kein theoretisches Risiko — die TI-Pauschale wird bereits heute nur bei nachgewiesener Anbindung ausgezahlt.

Datenschutz-Bußgelder: Wer ohne gültige Datenschutz-Ergänzungsvereinbarung (DSV) mit dem PVS-Anbieter arbeitet, verstößt gegen Art. 28 DSGVO. Bei Gesundheitsdaten (Art. 9 DSGVO) sind die Bußgeldrahmen besonders hoch.

Was musst du jetzt tun?

Wenn du unsicher bist, wo deine Praxis steht, hilft ein strukturierter Überblick. Der ePA-Readiness-Check prüft in 5 Fragen, ob alle fünf Bereiche abgedeckt sind — und zeigt nur die Maßnahmen, die für dich noch relevant sind.

+Muss ich als Psychotherapeut Befunde aktiv in die ePA einstellen?

Nein, eine aktive Befüllung der ePA ist derzeit nicht verpflichtend. Pflicht ist nur, dass deine Praxis technisch und organisatorisch ePA-fähig ist — also zertifiziertes PVS, gültige SMC-B und dokumentierte Prozesse.

+Was passiert, wenn ich die ePA-Pflicht als Therapeut nicht erfülle?

Die KV kann bis zu 2,5 % deines Honorars einbehalten, und die TI-Pauschale wird nicht ausgezahlt. Zusätzlich drohen bei fehlender Datenschutz-Ergänzungsvereinbarung DSGVO-Bußgelder, die bei Gesundheitsdaten besonders hoch ausfallen.

+Gilt die ePA-Pflicht auch für Privatpraxen ohne Kassenzulassung?

Nein, die ePA-Pflicht betrifft nur Leistungserbringer, die an der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) teilnehmen. Reine Privatpraxen ohne KV-Zulassung sind aktuell nicht verpflichtet, sich an die TI anzubinden.

Jetzt ePA-Readiness-Check starten →

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