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PVS-Software und ePA: Welche Systeme für Therapeuten funktionieren

PVS-Software und ePA: Welche Systeme für Therapeuten funktionieren

01.03.2026·2 Min. Lesezeit

PVS-Software und ePA: Welche Systeme für Therapeuten funktionieren

Die ePA-Pflicht steht und fällt mit deiner Praxissoftware. Wenn dein PVS nicht ePA-zertifiziert ist, kannst du die elektronische Patientenakte weder einsehen noch darauf zugreifen — und bist trotzdem in der Pflicht.

Was bedeutet ePA-zertifiziert?

Ein PVS gilt als ePA-fähig, wenn es nach dem IHE XDS.b-Standard für die ePA zertifiziert ist. Die gematik führt eine offizielle Liste zertifizierter Systeme auf gematik.de.

Wichtig: Nicht jede Version eines PVS ist automatisch zertifiziert. Es kann sein, dass dein Anbieter ein ePA-Update angekündigt hat, aber deine installierte Version noch nicht zertifiziert ist.

Die richtige Frage an deinen Anbieter

Frage deinen PVS-Anbieter schriftlich (E-Mail reicht):

"Ist mein System [Name, Version X] nach IHE XDS.b für die ePA zertifiziert? Falls nein: Bis wann wird die Zertifizierung vorliegen?"

Schriftlich deshalb, weil du im Zweifelsfall nachweisen können musst, dass du aktiv gehandelt hast.

Was wenn das PVS nicht zertifiziert ist?

Drei Szenarien:

Update angekündigt: Lass dir einen schriftlichen Zeitplan geben. Wenn das Update in den nächsten 4-8 Wochen kommt, ist Abwarten vertretbar — aber dokumentiere, dass du nachgefragt hast.

Kein Update in Sicht: Schriftliche Fristsetzung an den Anbieter. Wenn nach 4 Wochen keine konkrete Aussage kommt, solltest du einen Systemwechsel prüfen.

Systemwechsel: Beachte dein Recht auf Datenportabilität nach Art. 20 DSGVO. Der alte Anbieter muss deine Daten in einem gängigen Format exportieren können.

+Wie finde ich heraus, ob mein PVS ePA-zertifiziert ist?

Die gematik veröffentlicht eine Liste aller zertifizierten Systeme auf gematik.de. Zusätzlich solltest du deinen Anbieter schriftlich fragen, ob deine konkret installierte Version zertifiziert ist — nicht jede Version hat automatisch die Zertifizierung.

+Was kostet ein PVS-Wechsel wegen der ePA?

Die Kosten variieren je nach System zwischen 500 und 3.000 Euro für Lizenz und Migration. Dein bisheriger Anbieter ist nach Art. 20 DSGVO verpflichtet, deine Daten in einem gängigen Format zu exportieren. Manche KVen bieten Beratung zu Fördermöglichkeiten an.

+Welche PVS-Systeme nutzen Psychotherapeuten am häufigsten?

Verbreitete Systeme in der Psychotherapie sind unter anderem Psyprax, Elefant und Epikur. Ob dein System ePA-fähig ist, hängt von der installierten Version ab — prüfe das am besten direkt beim Hersteller.

Fazit

Die PVS-Frage ist der erste und wichtigste Schritt zur ePA-Readiness. Wenn dein PVS nicht zertifiziert ist, sind alle anderen Maßnahmen (TI, DSV, Schulung) zweitrangig — ohne zertifiziertes PVS keine ePA.

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